Elternratgeber

Liebe Eltern,

„meine Kinder sollen es einmal besser haben“ – ein Wunsch, der von Eltern rund um den Globus zu hören ist, unabhängig von deren Herkunft, Hautfarbe und Religion. Und sicher wünschen auch Sie sich das für Ihr Kind.

Eine Ausbildung ist die beste Voraussetzung dafür.

Ziel unseres Elternratgebers ist, Ihnen die Informationen zur Verfügung zu stellen, damit Sie Ihr Kind bei der Berufswahl optimal unterstützen und begleiten können.

Kombination von Betrieb und Berufsschule
Während der Berufsausbildung erlernt Ihr Kind an drei bis vier Tagen in der Woche die praktischen Seiten des gewählten Berufs im Ausbildungsbetrieb. An einem bis zwei Tagen werden ihm/ihr die theoretischen Kenntnisse in der Berufsschule vermittelt. Durch diese Kombination von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule wird diese Form der Berufsausbildung auch "duale Ausbildung" genannt.

Ausbildung in Vollzeit oder Teilzeit
Je nach Beruf dauert eine duale Ausbildung in der Regel zwei bis dreieinhalb Jahre. Berufliche oder schulische Vorkenntnisse ermöglichen eine Verkürzung der Ausbildungszeit. Dies ist auch bei überdurchschnittlichen Leistungen während der Ausbildung möglich.
Unter bestimmten Umständen, beispielsweise damit junge Mütter und Väter die Chance auf eine Berufsausbildung haben, kann die Ausbildungszeit auch flexibel gestaltet werden. Diese so genannte „Ausbildung in Teilzeit“ sorgt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Alles geregelt im Ausbildungsvertrag
Basis der Ausbildung mit dem Betrieb ist der Ausbildungsvertrag. Er regelt die Rechte und Pflichten von Auszubildenden und Ausbildungsbetrieb. Dazu zählen unter anderem die Höhe der Vergütung, die Dauer der Ausbildung, die Ausbildungszeiten und Urlaub. Der Vertrag wird von Ihrem Kind oder Ihnen, wenn Ihr Kind noch nicht volljährig ist, und einem Verantwortlichen im Ausbildungsbetrieb unterschrieben.

Prüfungen – üblicherweise 2
Während der Ausbildung sind zwei Prüfungen zu absolvieren. Die Zwischenprüfung findet in der Mitte der Ausbildung statt. Am Ende steht die Abschlussprüfung an. Danach bescheinigt ein bundesweit anerkanntes Zeugnis Ihrem Kind den erfolgreichen Abschluss im Ausbildungsberuf.

Ein perfekter Start – auch für ein Studium
Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung stehen Ihrem Kind viele Wege offen. Neben der Tätigkeit im Beruf kann sie/er eine Meisterausbildung oder eine andere berufliche Fortbildung machen. Ein Studium ist mit einem Berufsabschluss und einer erfolgreichen Fortbildung grundsätzlich auch ohne Abitur möglich.  

Haben Sie Fragen dazu – unsere türkischsprachigen Berufswerber sind gerne für Sie da – telefonisch oder persönlich.